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Beste Marktaussichten für das Niedrigstenergiehaus -
Das Passivhaus fällt trotz anhaltend hoher Bekanntheit zurück.

Das Niedrigstenergiehaus wird in den kommenden Jahren im Markt dominieren oder zumindest zulegen: Es bekommt von 226 Befragten in der „Expertenbefragung Zukunft Bauen“ Note 1,99 und liegt damit vor Niedrigenergiehaus (2,22), Nullenergiehaus (2,44) und klimaaktiv Haus (2,45). Das Passivhaus teilt Rang fünf mit dem Plusenergiehaus (2,61) und liegt erstmals hinter dem klimaaktiv Haus.

 Ist das Passivhaus ein Auslaufmodell geworden? An der Bekanntheit liegt es nicht, die ist über die Jahre unverändert: Das Passivhaus findet sich heuer mit Note 1,54 zwischen Niedrigenergiehaus und Niedrigst-energiehaus (1,41 und 1,82), dicht gefolgt vom klimaaktiv Haus (1,98).

‚Das Passivhaus wird dominieren / zunehmen‘ (= grüner Bereich) bejahen nur noch 47,9 Prozent – 2011 waren es 76,9 Prozent. Offen bleibt die Frage, ob Nullenergie- und Plusenergiehaus nicht ohnehin bauphysikalisch Passivhäuser sind. Das würde jedenfalls den Vorgaben der EU Gebäuderichtlinie entsprechen:  Den Energieverbrauch minimieren und den Rest möglichst vor Ort aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Auch das klimaaktiv Haus kann - je nach erreichten Punkten bei der Zertifizierung - ein Passivhaus sein.

 Die Zeitreihen für die Marktaussichten zeigen ziemlich
klare Tendenzen:
Niedrigstenergiehaus und Niedrigenergiehaus verlaufen
      parallel und legen seit  2012 zu.
Das klimaaktiv Haus steigt seit 2015, das könnte ein
      Trend werden.
Nullenergiehaus und Plusenergiehaus verlaufen fast
      gleichbleibend nahe beieinander.
Das Passivhaus zeigt einen signifikanten Trend mit jährlicher Abnahme seit 2013.
Auch das (nicht dargestellte) 3-Liter-Haus nimmt kontinuierlich ab.

 

 

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