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Befragung von Bauexperten zu Gebäudekonzepten und anderen Zukunftsfragen, durchgeführt im Jänner/Feber 2011

Der Fragebogen war von 20.1. bis inklusive 8.2.2011 online verfügbar. Eingeladen waren gut 10.000 Bauexperten; 205 haben den Fragebogen vollständig beantwortet. Die Teilnehmer bieten einen guten Querschnitt durch die Baubranche.

Bekanntheit der Gebäudekonzepte

Die bekanntesten Gebäudekonzepte sind Niedrigenergiehaus und Passivhaus. Das Nearly Zero Energy Building ist deutlich am wenigsten bekannt. Als meistgebaut werden Passivhaus, Niedrigenergiehaus und Niedrigstenergiehaus genannt. Am wenigsten Erfahrungen haben die Befragten mit Aktiv-Solarhaus, 3-Liter-Haus und Aktivhaus.

Marktaussichten der Gebäudekonzepte

Die besten Marktaussichten in den nächsten 5 Jahren werden Passivhaus und Niedrigstenergiehaus zugeschrieben. Schlechte Aussichten hat vor allem das 3-Liter-Haus.

Leistbarkeit

Als bauentscheidende Kostenfaktoren werden neben den Baukosten (Errichtungskosten) vor allem Finanzierungsaspekte – Wohnbauförderung bzw. Kredit – und Grundpreise genannt. Deutlich geringer wird die Bedeutung der laufenden Kosten eingeschätzt. Das Planungshonorar beeinflusst nach Meinung der Befragten die Bauentscheidung am wenigsten.

Zukünftige Herausfoderungen

Alle 16 vorgegebenen „Fragen, vor denen die Baubranche steht“ bekommen Durchschnittsnoten unter 2,5; keine davon kann daher als „unwichtig“ abgetan werden.
Als wichtigste Themen für das eigene Unternehmen in den nächsten 5 Jahren werden „Vermeidung sommerlicher Überhitzung“ und „Innenraumluftqualität“ gesehen, dicht gefolgt von „Energieausweis“, „Erneuerbare Energie“, Primärenergiebedarf“, „Heizwärmebedarf“ und „Umfassende Sanierung von Gebäuden“.
Die Europäische Gebäuderichtlinie EPBD erreicht die gute Note von 1,9, folgt jedoch erst an achter Stelle, knapp vor „CO2-Ausstoß“.

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